Hochzeitsfotografen, in 5 Schritten den Richtigen finden

Es gibt unendlich viele Hochzeitsfotografen in Deutschland. Das Angebot ist riesig, unübersichtlich und die Entscheidung eine Herausforderung.

Kennt ihr Freunde, die mit ihren Hochzeitsfotos unglücklich sind? Worauf muss man achten, damit Hochzeitsfotos nicht zur Enttäuschung werden? 5 Schritte, die euch bei der Auswahl helfen.

1. Welche Hochzeitsfotos wünscht ihr euch?

Hochzeitsfotos sind nicht gleich Hochzeitsfotos! Eine Suche kann in ganz unterschiedliche Richtungen führen. Daher fragt euch: 

Welchen Stellenwert werden eure Bilder in Zukunft für euch haben?

  • Sollen es einfach nur ein paar schöne Erinnerungen sein? Den Kindern später zeigen können, wie Mama und Papa aussahen, wer alles dabei war oder wie schön dekoriert wurde? Fotos über die ihr euch freut, an die ihr aber keine besonderen Ansprüche stellt? 

  • Oder ist gute Hochzeitsfotografie besonders wichtig für euch? Kleine Kunstwerke wären schön, solche die euren Tag mit all seinen Gefühlen, Emotionen und Geschichten aufbewahren? Fotos zum Anschauen und zum immer wieder mitfühlen?

Wie denkt ihr darüber? Eure Antwort stellt die Weichen für eure Suche und die spätere Entscheidung für einen Hochzeitsfotografen.

2. Startet eure Suche

Ihr betretet in eurer Hochzeitsplanung eine neue Welt. Auch mit dem Thema Hochzeitsfotografen setzt man sich normalerweise erst auseinander, wenn man heiraten möchte. Ihr müsst zunächst herausfinden, was euch gefällt und ein Gespür für das Angebot entwickeln. Welcher Stil sagt euch zu?! Klassisch, kreativ, Reportage, Boho, künstlerisch,…, bunte Schlagworte aus der Welt der Hochzeitsfotografie, taucht also erst mal ein.

Wie könnt ihr vorgehen? 2 Wege:

    Unvoreingenommene Suche

    • Google / Bildersuche
    • Plattformen für Hochzeitsfotografen: mywed, wpja, ispwp
    • social media: instagram, pinterest

    Voreingenommene Suche:

    Empfehlungen sind sehr hilfreich!

    Vorteil:

    • jemand hat bereits positive Erfahren mit einem Hochzeitsfotografen gesammelt. 

    Nachteil: 

    • jeder hat einen anderen Geschmack oder Anspruch und setzt unterschiedliche Prioritäten. 
    • man beendet die Suche, wenn das Empfohlene gefällt. So übersieht man vielleicht das Bessere.

    Mein Tip: sucht zunächst völlig unvoreingenommen. Schaut nach links und nach rechts und merkt euch alle Fotografen, deren Bilder euch irgendwo ansprechen. Habt ihr eine Auswahl? Dann weiter zu Schritt 3.

    3. Die Website eines Hochzeitsfotografen

    Die Website eines Hochzeitsfotografen ist sein Ladenlokal. Hier zeigt er seine Arbeiten, hier stellt er sich vor. 85% eurer Entscheidung werdet ihr dort treffen. Wie sollte man sich die Website eines Fotografen anschauen? 

    Diese Seiten sind wichtig:

    • Startseite: erstes, wegweisendes Hochzeitsfoto
    • Galerie: Sammlung der Lieblingsbilder der Fotografen
    • Blog: Bildserien jeweils einer Hochzeitsreportage
    • über mich 

    Auf der Startseite trefft ihr eure erste Entscheidung. Gefällt euch das erste Bild, bleibt ihr, gefällt es euch nicht, zieht ihr weiter.

    Wenn ihr bleibt, werft zunächst einen Blick in die Galerie. Sie verschafft euch einen ersten vorsichtigen Überblick über die Arbeit des Hochzeitsfotografen. Nur bedenkt bitte: ihr seht hier jeweils nur ein Foto einer Hochzeit! Deutlich mehr Zeit solltet ihr daher auf dem Blog des Fotografen verbringen.

    Der Blog: viele Fotos einer einzigen Hochzeit. Eure Hochzeitsfotos könnten so aussehen, wie das was ihr hier seht.

    Über mich: man denkt vielleicht nicht direkt daran, aber ist wichtig, dass die Chemie zwischen euch und dem Hochzeitsfotografen stimmt. Punkt 4 geht noch näher darauf ein.

    Aber schon auf der Website könnt ihr ein Gespür für den Menschen hinter der Kamera entwickeln. Wie spricht er über sich und seine Arbeit? Gibt es einen Imagefilm? Wie ist euer Eindruck? Und ganz wichtig: wir wirken all die Menschen auf den Fotos? Frei und unbefangen, oder „spürt“ man die Gegenwart des Fotografen? 

    Schaut ruhig genau hin!

    Wir alle lieben Schönheit! Wie in jedem Modemagazin, wie auf Instagram, Fotos profitieren von schönen Menschen und interessanten Orten. Man kann verstehen, dass viele Hochzeitsfotografen bei der Bildauswahl wert auf diese Zutaten legen. 

    Der Nachteil:  die Schönheitsideale der Mode- und die der realen Welt unterscheiden sich manchmal. Gute Hochzeitsfotografen fangen ein, was Menschen und Momenten wirkliche Schönheit verleiht und sind nicht ausschließlich auf Oberflächlichkeiten angewiesen.

    Tip: findet ihr auf einer Website nur Barbie und Ken? Dann schaut noch etwas genauer hin! Achtet besonders auf die Hochzeitsreportagen. Ein Fotograf, der das besondere in Momenten und Augenblicken erkennt, wird euch mit seinen Hochzeitsfotos immer glücklich machen. Ähneln sich aber die Fotos und scheinen sie nur durch die Schönheit von Mensch und Umgebung zu glänzen, dann riskiert einen weiteren Blick. Warum?

    Es kommt vor, das Hochzeitsfotografen Fotos von nachgestellten Hochzeiten oder Workshops posten. Das ist auch völlig in Ordnung, solange man die Fotos als solche kennzeichnet. Damit ihr wisst was ihr bucht, braucht ihr Arbeitsproben aus der realen Welt. Im Zweifel, fragt danach!

    4. Der Kennenlerntermin

    Wie angesprochen, die Chemie zwischen Hochzeitsfotograf und Brautpaar muss stimmen.

    Warum?

    Der Fotograf ist den ganzen Tag in eurer Nähe, sollte aber möglichst unsichtbar sein. Ist er euch unsympathisch, wird er oder sie eher zu einem Störfaktor. 

    Ein weiterer wichtiger Punkt: harmoniert ihr nicht mit dem Fotografen, wird man das in den Fotos sehen! Ganz besonders beim Brautpaarshooting. Schöne, natürliche, echte Fotos können nur entstehen, wenn ihr euch mit dem Hochzeitsfotografen wohl und unbefangen fühlt.

    Ihr solltet euren möglichen Fotografen somit unbedingt kennenlernen, ganz gleich ob per Telefon, Skype oder einer Tasse Kaffee.

    Achtet dabei auf folgendes:

    • Wie ist der erste Eindruck? 
    • Während des Gesprächs, geht er auf euch ein?
    • Stellt er Fragen, möchte er herausfinden, was euch wichtig ist?
    • Ist er flexibel? Passt er sich eurer Tagesplanung an, oder möchte er, Stichwort Portraits und Uhrzeit, dass ihr euch anpasst?

    Am Ende eines solchen Gesprächs steht euer Gesamteindruck. Ihr kenn seine Bilder, seine Preise und ihr mögt euch oder mögt euch nicht. Jetzt fehlt nur noch eines.

    5. Die Entscheidung – ja, ich will

    Ihr seit nun beinahe bei eurem Hochzeitsfotografen angekommen. Die Suche ist beendet, ihr habt jede menge Websiten durchforstet, Gespräche geführt und eure engere Auswahl hat sich auf einen reduziert. Was nun? Noch warten oder buchen?

    Ich bin kein Fan von voreiligen Entscheidungen. Hochzeitsfotos können in zwei Extreme ausschlagen, entweder ihr ärgert oder ihr freut euch ein Leben lang darüber.

    Seit ihr euch aber sicher wer eure Hochzeit fotografieren soll, dann wartet nicht länger! Die freien Termine guter Hochzeitsfotografen sind begrenzt. Die Hochzeitssaison besteht aus 6 Monaten mit jeweils 4 Samstagen. Euer Fotograf ist an jedem dieser Tage nur ein mal zu haben. 

    Wie läuft der Buchungsprozess normalerweise ab?

    • Eure Zusage, mündlich oder per Text
    • Ihr erhaltet eure Auftragsunterlagen, gewöhnlich aus Vertrag, AGB und Anzahlungsrechnung
    • Geht Vertrag und Zahlung bei dem Fotografen ein, ist euer Tag fix

    Fazit

    Worauf muss man achten, damit Hochzeitsfotos nicht zu einer Enttäuschung führen?  Das war die erste Frage, die wir uns hier gestellt haben und ich hoffe, ich konnte euch den einen oder anderen Tip für eure Suche und Auswahl mit auf den Weg geben. 

    Gibt es noch mehr, was euch beim Thema Hochzeitsfotografie interessiert? Schreibt mir, oder ruft mich an. Ich bin da und freu mich!

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