Fotograf Hochzeit

Fotograf Hochzeit – den richtigen finden

Bälle im Smaaland und Hochzeitsfotografen in Deutschland – von beidem gibt´s reichlich! Kleine, Große, Dicke, Dünne, Teure, Billige, Gute und Schlechte. Und täglich kommen Neue hinzu.  Das Unternehmen Fotograf Hochzeit – den Richtigen finden ist also eine echte Herausforderung.

Jetzt soll aber ausgerechnet ein Hochzeitsfotograf gute, und vor allem, objektive Tips parat haben? Ist das nicht so, als würde man einen Koch fragen, wo es das beste Schnitzel im Land gibt?! „Komm herein lieber Gast, nimm Platz, und dann werde ich dir schon zeigen, wo es am besten schmeckt?!“

Ja, ich gebe zu, die Vermutung liegt nahe, dass dieser kleine Ratgeber nur in eine Richtung führen kann … und zwar in meine. Aber das wird er versprochen nicht! Er soll euch auf eine ehrliche Art und Weise dabei helfen, den für euch passenden Fotografen – oder Fotografin – für eure Hochzeit auszuwählen.

Fotograf Hochzeit Auswahl

Welche Hochzeitsfotos wollen wir?

Der erste Schritt: Fragt euch, was ihr euch von eurem Fotograf in Sachen Hochzeitsfotos wünscht. Einfach ein paar nette Erinnerungen an euren großen Tag? Ganz anspruchslos, Hauptsache Fotos? Das ist völlig in Ordnung! Nicht jedes Brautpaar legt Wert auf die große Hochzeitsfotografiekunst. 

Ist das bei euch auch so? Dann gar nicht lange suchen. Der nette Fotograf vor Ort mit den sympathischen Preisen mag genau die richtige Wahl für eure Hochzeit sein. Vielleicht sogar der Hobbyfotograf im Freundeskreis. Er wird sich auf die Herausforderung freuen, und ihr bekommt eure Fotos.

„Was, echt jetzt? Einfach ein paar Bilder? Halloooo? Das ist unser Tag, der aller aller wichtigste Tag in unserem Leben!! 

Wir wollen nicht einfach nur Bilder! Sie sollen wunderschön sein, kreativ, kunstvoll, wir wollen uns in ihnen wiederfinden! Und was ist, wenn wir mehr erwarten als wir später bekommen? Bitte bitte keine Enttäuschung!“ Ok, ich verstehe! Dann last uns zusammen auf die Suche gehen:

Hochzeitsfotografie und die Stilfrage

Ein erster Tip zur Orientierung: es gibt ganz unterschiedliche Stile in der Hochzeitsfotografie. Versucht herauszufinden, welche Richtung euch gefällt.

Wie wäre zum Beispiel die klassische Hochzeitsfotografie? Alles ist wunderschön in tollen Farben abgebildet. Das Brautpaar, ihr Kleid, die Dekoration, und die Gäste lächeln in die Kamera. Die Farben bewegen sich oft ins helle, weiche, „Vintage“ ist ein passendes Wort. Man fotografiert den ganzen Tag, aber der Schwerpunkt liegt nicht auf der Reportagefotografie im eigentlichen, journalistischen Sinn. Es zählt mehr die Gesamtheit der Bilder, weniger die Geschichten und Momente  im einzelnen Bild.

Journalistische und künstlerische Hochzeitsbilder

Ein ganz anderer Stil ist die journalistische und künstlerische Hochzeitsfotografie. Ein Hochzeitsfotograf dieser Gattung achtet natürlich ebenfalls auf Vollständigkeit der klassischen Elemente, von den Familienfotos bis zur Dekoration. Auch die Hochzeitsreportage zeigt den ganzen Tag, von der Vorbereitung bis zur Party. Oft in erstklassigem  schwarz-weiss und großartigen Farben.

Aber zusätzlich legt er besonderen Wert auf die einzelne Fotografie. Kreativität und Vielseitigkeit bei den Portraits und besondere Momente und Geschichten in jedem Bild. Das ist  sein Anspruch.

Das waren zwei Beispiele unterschiedlicher Stilrichtungen der Hochzeitsfotografie. Keine ist zu werten, denn jedem gefällt etwas Anderes. Auch sind einzelne Fotografen nicht zwingend eindeutig solchen Kategorien zuzuordnen. Hier geht es nur um Anhaltspunkte, eine erste Richtung für eure weitere Suche.

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Wie suche ich nach einem Fotograf für meine Hochzeit?

Suche im Internet

Hochzeitsfotografen präsentieren sich primär über´s Internet. Google wird also helfen.

Die Braut aus Frankfurt sucht vielleicht nach „Hochzeitsfotograf Frankfurt“. Gute Idee! Aber vielleicht sitzt euer Hochzeitsfotograf auch in Köln? Lasst euch nicht geografisch einschränken. Gute Hochzeitsfotografen sind bundesweit und darüber hinaus unterwegs. Die Reisekosten sind in Relation oft nicht dramatisch, deshalb ruhig nach links und rechts schauen (mehr zu Reisekosten: Deutschland und weltweit). Stichwort google: die Bildersuche führt oft schneller zum Ziel. Hier sieht man schon im Suchergebnis was einen erwartet.

Einen prima Startpunkt bieten auch Portale, wie die ISPWP, WPJA, Fearless Photographers oder Mywed. Für sie muss man meist gewisse Aufnahmekriterien erfüllen, die zwar oft nicht besonders anspruchsvoll sind, aber einen ersten Filter bieten.

Freunde, Hochzeitsplaner und andere Dienstleister – Empfehlungen

Die beste Freundin empfiehlt ihren Fotografen? Super! Ihr habt einen wedding planer? Sein Tip? Klasse! Kundenempfehlungen und solche anderer Dienstleister  sind immer gut. Wenn mir ein Kumpel ein Restaurant empfiehlt, dann esse ich da. Aber: empfiehlt er mir ein Restaurant mit klasse Rosinengerichten, dann werde ich dort nicht hingehen. Ich hasse Rosinen! Will heißen: Jeder hat seinen eigenen Geschmack. Denkt bei Empfehlungen immer daran!

Fotografen und ihre Website

Das erste, was euch oft auf einer Fotografen-Homepage erwartet, ist ein Foto. Es dient als eine Art Aushängeschild. Spricht euch dieses schon nicht an, weiter ziehen. Ansonsten, herzlich Willkommen und hereinspaziert! Ich schaue mir Websites von Hochzeitsfotografen übrigens immer in der Reihenfolge an:

1. Die Galerie: hier finden sich oft die Lieblings Hochzeitsfotos des Fotografen. Für euch ein erster Anhaltspunkt Richtung Stil und Können. Wie wirken die Portraits? Scheint sich das Brautpaar wohlzufühlen? Wirken die Bilder intim und ungestört? Prima! Bilder der Reportage, erzählen sie eine Geschichte? Fesseln sie euch? Sehr gut, weiter schauen!

Die Galerie sollte allerdings nur ein erster Anhaltspunkt sein. Ich würde gerne wissen, wie Bananen schmecken. Was gebt ihr mir? Eine Banane, oder einen Obstsalat? Eine Galerie ist wie Obstsalat. Viele Bilder ganz unterschiedlicher Hochzeiten und Shootings. Aber was kann der Fotograf tatsächlich an einer Hochzeit – an eurer Hochzeit – leisten? Aufschluss darüber liefert der Blog. Hier gibt´s die  Bananen:

2. Der Blog: Was kann ein Fotograf tatsächlich? Der Blog liefert die Antwort. Bilder jeweils einer Hochzeit oder eines Shootings. 50 – 100 Fotografien eines Tages, das ist aussagekräftig.

3. Noch Zweifel? Dann lasst Euch von allen Fotografen Eurer Auswahl eine komplette Hochzeit zeigen. Spätestens dann wisst ihr, was Mann oder Frau können … und was nicht.

Keep it real – zwischen echten und nachgestellten Hochzeitsfotos unterscheiden

Stellt euch vor, ihr seit zum Testessen beim Wunsch Caterer geladen. Man serviert feinste Weine und allerbeste Küche. Aber nur an diesem Abend!  An der Hochzeit gibts Currywurst und Wein aus dem Tetrapack. Starke Nummer!

Was unter Hochzeitsfotografen schwer angesagt ist, sind sogenannte „Styled Shoots“. Man engagiert Models, packt sie in Hochzeitskleider, noch eine schicke Location und passende Hochzeitsdeko dazu, und dann wird fotografiert. Das ist ein tolle Sache Richtung Inspiration, und genau deshalb findet man zu Recht viele Beispiele in Hochzeitsblogs und Hochzeitsmagazinen. Aber Achtung! Mit echter Hochzeitsfotografie hat das nichts zu tun!

Es kommt vor, dass Fotografen auf ihren Websites auch Bilder von Model-Pärchen, oder aus besuchten Workshops zeigen. Fragt euch immer: sehe ich gerade echte Hochzeitspaare oder nicht? Eine wichtige Frage! Ihr wollt herausfinden wie eure Hochzeitsfotos aussehen könnten, wenn genau dieser Hochzeitsfotograf fotografiert.

Ihr seht natürlich auch aus wie Models. Aber reale Hochzeitsbedingungen haben nichts mit solchen Shootings zu tun. Ein enger Zeitplan, die Herausforderung, in diesem Moment die richtige Entscheidung für das richtige Foto zu treffen, das Wissen nicht versagen zu dürfen, mit vorhandenem Licht klar kommen müssen, … all das ist das Arbeitsumfeld realer Hochzeitsfotografie. Hier zeigt sich, was jemand kann, und hier seht ihr, was ihr bekommen werdet. Also, immer genau hinschauen und im Zweifel nachfragen …  sonst gibt´s Currywurst!

„Über mich“ – nicht nur die Fotos zählen

Tolle Bilder, aber wer steckt dahinter? Wichtig? Unbedingt! Jeder Dienstleister trägt zur Gesamtstimmung einer Hochzeit bei. Ist euch der Hochzeitsfotograf unsympathisch? Das wird man auf den Portraits sehen! Die große Kunst hervorragender Portraitfotografie besteht nicht nur in Kreativität und fotografisch-technischem Können. Der Mensch hinter der Kamera ist ein entscheidender Faktor.

In der Regel erlebt ihr als Paar nicht täglich ein solches Shooting. Die Anspannung des Tages, die ungewohnte Kamera, ungestörte Zweisamkeit heraufbeschwören ist eine echte Herausforderung! Aber genau das kann ein guter Portraitfotograf. Er sorgt schnell für Wohlfühlatmosphäre: Ein entspanntes Klima in dem ihr euch aufgehoben und sicher fühlt. Gelingt ihm das nicht, wird in den Bildern das „Echte“ fehlen. Daher: was verrät die Homepage über den Menschen hinter der Kamera. Was schreibt er, gibt es Fotos oder vielleicht einen Film über ihn? Ist das jemand, den ihr mögen könntet?

Auch wichtig: Testimonials. Achtet darauf, welches Feedback er von seinen Kunden bekommt. Bezieht es sich nur auf die Fotos, oder auch auf den Menschen. Ist es ausgewogen, sehr gut! Einseitig? Dann lieber noch mal genauer hinschauen.

Kontakt und Vorgespräch

Euer erstes „Hallo“ wird vielleicht eine Email. Ist der Termin frei, der Blick in die Preisliste, all das lässt sich prima per Mail erledigen. Wenn ihr gerne telefoniert, nutzt das. Das Telefonat ist eine Vorstufe zum Vorgespräch und vermittelt einen ersten Eindruck.

Das Vorgespräch

Wir haben es zuvor angesprochen. Die Chemie zwischen Fotograf und Brautpaar ist extrem wichtig für gute Bilder. Wenn möglich, führt ein Vorgespräch. Geht das nicht persönlich, vielleicht weil die Distanz zu groß ist, nutzt Skype oder Facetime. Das erfüllt einen ähnlichen Zweck.

Neben der reinen Sympathie achtet darauf, ob der Fotograf auf euch eingeht. Stellt er Fragen, oder ist er gleich beim Angebot. Interessiert er sich für eure Wünsche und Vorstellungen? Scheint er seinen Zeitplan, zum Beispiel für das Shooting, unbedingt durchsetzen zu wollen, oder ist er flexibel und passt sich euch an? Ein guter Hochzeitsfotograf brennt für die Fotografie, versteht aber gleichzeitig, dass eure Hochzeit keine Selbstverwirklichungsveranstaltung für sein eigenes Portfolio ist. Aussagen a la „2 Stunden Paarshooting während Sonnenuntergang sind Pflicht“ sind zweifelhaft. Sein komplettes Angebot sollte sich eher so aufbauen: was wünscht ihr euch und was empfiehlt sich aus Fotografensicht. Wie lässt sich beides vereinen, um eure Wünsche perfekt zu erfüllen.

Strahlt er Kompetenz aus?

Für eine Hochzeit gilt: nicht wiederholbar! Hochzeitsbilder vergeigt? Pech gehabt. Mit einem echten Profi wird das nicht passieren. Strahlt euer Kandidat diese Professionalität aus? Sehr gut! Wobei es kein Rezept für eine entsprechende Ausstrahlung gibt. Jeder Mensch ist anders. Aber euer Gefühl wird euch den richtigen Weg weisen.

Was muss ein Hochzeitsfotograf können?

Fotografie = Herzblut; welches Gefühl habt ihr? Ist eine Hochzeit für den Fotograf nur ein Job, oder brennt er für gute Fotografie; letzteres steigert die Qualität ungemein!

Kreativität: sie erkennt ihr in den Bildern. Achtet aber nicht nur auf nackte Kreativität. Neben Bildaufbau & Co müssen euch die Paare  auch durch ihre Ausstrahlung ansprechen. Kunst ist prima, aber es geht immer noch um Hochzeitsfotos!

Ein „gutes Auge“: wenn man mit Bildern Geschichten erzählen will, muss man sehen, was sich zwischen Menschen abspielt. Ob der Fotograf das kann, seht ihr in den Hochzeitsreportagen.

Erfahrung: gibt dem Fotografen Ruhe und Sicherheit im Umgang mit Menschen uns Situationen. Erfahrung in Verbindung mit Kreativität und Herzblut: unschlagbar!

Empathie: auch das gehört dazu. Wissen, wann man fotografiert, und wann besser nicht. Ein Gespür haben, wann mittendrin und wann nebendran gut ist.

Prioritäten setzen

Die Preisfrage ist die Preisfrage. Der Zeitgeist sagt: man muss alles haben. Ich finde das nicht! Wenn man nur ein Budget X zur Verfügung hat, dann ist es gut, wenn man sich daran hält. Deshalb ist die Prioritätenfrage so wichtig! Hierzu zwei Gedanken:

Alles was ihr an eurem Tag sehen und erleben werdet, wird eure Erinnerung formen. Aber vervollständigt wird sie durch alles was ihr nicht sehen werdet. Das leisten gute Hochzeitsbilder!

Eine Frage noch zum Nachdenken: was ist das Einzige der Dinge, für die ihr an eurer Hochzeit Geld ausgeben werdet, dass im Laufe der Jahre immer wertvoller wird?

Sich für den Richtigen Fotograf für die Hochzeit entscheiden

Wahrscheinlich viele Stunden, endlose Streifzüge durchs Internet und womöglich einiger gemeinsamer Tassen Kaffee später habt ihr 2-3 Fotografen in eurer engeren Auswahl. Alle gut, alle kompetent. Mein vorletzter Tip „lasst das Gefühl entscheiden“ kommt an dieser Stelle weder überraschend noch besonders originell daher. Aber hoffentlich mein letzter: schiebt die Entscheidung nicht auf die lange Bank, denn wirklich gute Hochzeitsfotografen sind weder teilbar noch gibt es sie in Massen. Vielleicht habt ihr Glück, und der Wunschkandidat ist 3 Monate vor Hochzeit noch verfügbar. Das wird aber nicht die Regel sein, deshalb gilt: seit ihr euch sicher, dann schlagt zu.

So, das war er. Mein kleiner Fotograf Hochzeit – den Richtigen finden Ratgeber. Ich hoffe, er bietet euch ein etwas Hilfe im Dschungel. Vielleicht habt ihr Fragen, oder auch einen Tip für mich. Vielleicht habe ich etwas übersehen, dass für euch bei der Suche wichtig war. Daher schreibt mir! Ich freu´mich!

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